Natürlich Kreativ Fotografie

Natürliche Bildbearbeitung

Wie alles begann

Seitdem ich mit der Fotografie angefangen habe, beschäftige ich mich auch mit dem Thema Nachbearbeitung oder wie ich es in den letzten Tagen gehört habe, Optimierung der Bilder. In diesen vielen Jahren habe ich vor allem eine Erkenntnis mitgenommen, weniger ist mehr. Nicht nur weil eine unendliche Masse an Bildern auch in der Nachbearbeitung keine Freude mehr macht. Als ich mit der Fotografie anfing war ich wild entschlossen, alles auszuprobieren was die Nachbearbeitung betrifft und ich war nicht immer begeistert von der schier endlosen Arbeit, die dahintersteckte. Nicht nur dass, ich habe mir andere Fotografen, mit denen ich zusammengearbeitet habe als Vorbilder genommen, anstatt meinem eigenen Gefühl zu trauen. Das wiederrum führte dazu das ich nach einen Neuanfang in meinem Leben, die Kamera für mehrere Jahre aus meinem Leben verbannte, bis ich plötzlich das Gefühl hatte, ich möchte wieder damit anfangen, aber diesmal so wie ich es möchte und nicht wie andere meinen das es richtig ist. Die Übertriebene Art Bilder zu bearbeiten, hat mit die Freude an der Fotografie genommen und ich habe mich gefragt, was ergibt das eigentlich für einen Sinn, Bilder zu machen um sie dann hinterher so stark zu verändern.

Bei welchem Bild lohnt die Nachbearbeitung?

Als erstes sei gesagt, wenn ihr unterwegs seid und Bilder macht, dann nehmt bei der Durchsicht wirklich nur die besten Bilder, die direkt bei der Ansicht schon eine Gewisse Emotion auslösen. Die Bilder bei welchen sowohl das Motiv als auch Bildaufteilung stimmt. Nehmt bitte kein Bild zur Nachbearbeitung, um es zu retten, weil die Aufnahme missglückt ist, unscharf, etwas fehlt oder ähnliches. Entscheidet euch!

Was möchte ich mit diesem Bild beim betrachten auslösen?

Stellt euch im nächsten Schritt die Frage, was möchte ich für eine Emotion Erzeugen, wie ist mein Bilderstil, eher freundlich, dunkel, mystisch, märchenhaft. Bei mir ist es so, dass ich versuche, immer die freundliche Seite aus der Natur oder eines Wesens hervorzuheben. Es hilft mir dabei das positive zu sehen. Überlege dir also im Vorfeld, was möchte ich ausdrücken. 

Wie bearbeite ich mein Bild?

Ich achte immer darauf, das Bild in einem möglichst natürlichen Zustand zu belassen. Tendenziell spiele ich meist an den Helligkeitsregelern etwas herum. Wichtig hierbei, achte darauf das weder weiß noch schwarze Bereiche völlig absaufen, sondern immer noch etwas Struktur haben. Frage dich welcher Teil des Bildes soll im Fokus sein und passe daran deine Bearbeitung an. Ein sehr netter Vergleich wie ich finde: wie beim Make-up. Die Vorteile betonen aber den Gesamteindruck und das Motiv komplett beibehalten.

Falls du wie ich mit Lightroom arbeitest, dann sollte es eigentlich genügen im Bereich „Licht“ und „Farbe“ ein wenig auszuprobieren. Also den Schwarz- und Weißregler, Kontrast und Belichtung sind unabdingbar. Ich persönlich mische in viele meiner Bilder ein wenig Temperatur rein, weil ich finde, dass es, wenn du es nicht übertreibst, dem Bild einfach etwas mehr wärme gibt. Aber denk auch hier an meinen Anfangsspruch, weniger ist mehr! Auch die Sättigung der Farben (hier ist auch eine einzelne Auswahl der Farbbereiche möglich) kann bei richtiger Dosierung manchmal Wunder wirken. Auch in Lightroom findest du einen Reparatur-Pinsel, dieser kommt bei mir allerdings höchstens bei Sensorflecken zum Einsatz. 

Welches Bildformat wähle ich?

Meine Bilder fotografiere ich im RAW-Format, weil es in der anschließenden Optimierung eindeutig mehr Spielraum lässt. Du kannst Farbraum, Kontraste, Weißabgleich bestimmen ohne einen Qualitätsverlust. Die Dateien sind zwar viel größer, aber das Ergebnis ist es wert, denn du kommst viel näher an deinen Original-Moment. Unabhängig davon, sind die Bilder im Rohformat Farb- und kontrastlos, so dass eine Nachbearbeitung ohnehin erforderlich ist.

Welche Software ist sinnvoll?

Ich habe euch vor ein paar Tagen in meinem Instagram Feed gefragt welche Software ihr so nutzt. Hier hat doch jeder unterschiedliche Vorlieben und ist entsprechend eingespielt. Ich möchte hier keine Empfehlung aussprechen aber ich Liste euch einmal die Rangliste eurer genannten Programme. Das am häufigsten genannte bei 1 beginnend:

1.  Lightroom

2.  Photoshop

3.  Luminar

4. Capture one

5. Snapseed

Ich selbst habe angefangen mit Capture One und Photoshop und bin mittlerweile bei Lightroom gelandet und sehr zufrieden, allein wegen der großartigen Möglichkeit die Bilder zu sortieren. 

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Text ein paar Anregungen geben.

Welchen Stil der Bearbeitung bevorzugst du? Schreib es mir gern in die Kommentare, auch wenn dir mein zweiter Blogbeitrag gefallen hat, würde ich mich über ein Kommentar sehr freuen.

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